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Die lange Geschichte der Ballonfahrt

Es begann alles im Jahre 1783 mit den Gebrüdern Michel-Joseph und Étienne-Jaques Montgolfièr, Papierfabrikanten aus Annonay im Süden Frankreichs.

Die beiden Brüder waren schon lange, angeregt durch im Kamin aufsteigende Seiden- und Papierreste, von dem Gedanken besessen, der Erde zu entschweben und zu fliegen. Aber alle Berechnungen, Modelle und Versuche scheiterten kläglich. So ist es eher einem Zufall zu verdanken, dass das Heißluftprinzip entdeckt worden ist. Denn im Jahre 1782, Michel-Joseph Montgolfièr weilte gerade in einer Herberge, beobachtete dieser, wie sich der Taftrock der Wirtin gewaltig aufbauschte, als diese dem Kochfeuer zu nahe trat. Er glaubte nun die Lösung des Problems gefunden zu haben.

Nach mehreren Experimenten bauten die Gebrüder Montgolfièr am 05.Juni 1793 auf dem Marktplatz Ihrer Heimatstadt Annonay vor vielen Schaulustigen Ihren aus papierumhüllten Leinensegmenten gefertigten Ballon (die "Aerostatische Maschine" hatte ein Hüllenvolumen von 500 Kubikmetern und einen Durchmesser von 30 Metern) zwischen zwei hohen Holzmasten auf.

Die anwesende Menschenmenge erlebte an diesem Tag gegen 12.00 Uhr Mittags die erste Ballonfahrt (ohne Menschen an Bord). Der Ballon stieg auf 1800m hoch in die Lüfte. Dies war der Beginn der Unbemannten Raumfahrt.
Dieses geglückte Experiment sprach sich schnell herum und so wurden die Brüder Montgolfièr an die Königliche Akademie der Wissenschaften in Paris gerufen um hier die Experimente fortzuführen und weiter zu entwickeln.